Sauna


Russische Sauna


Oft wird die russische Sauna auch als eine Art Nationalheiligtum bezeichnet. Überwiegend wird sie in ihrer ursprünglichen Form von Männern genutzt, wobei diese Domäne inzwischen langsam zurückgeht.

Die Banja - auf russisch bedeutet dies Badehaus -, ist in der Regel ein aus massiven Rundhölzern errichtetes einfaches kleines Haus. Oft unterteilt in Schwitzraum, Erholungs- und Waschraum, wird ersterer durch einen Holzofen mit aufklappbarem Wasserbehälter auf 70°C bis maximal 90°C beheizt. Die typische Prozedur der russischen Sauna besteht darin, sich paarweise mit einem Bündel schwammnasser und weicher Zweige der Birke oder eines anderen Laubbaums, zu behandeln. Darunter versteht man, die immer wieder angefeuchteten Zweig-Bündel dem Partner vom Nacken abwärts über den Körper zu "ziehen", ohne dabei Schmerzen zuzufügen. Zum Schluss werden die Fußsohlen bearbeitet; die Vorderseite des Körpers bleibt unbehandelt. Ganz nebenbei entsteht durch das Laub der Zweige ein frischer Duft im Raum. Erst wenn der Körper puterrot ist, wird ein Gang beendet und der durchwärmte Körper mit einem Guss kalten Wassers, oder wenn möglich im Tauchbecken oder im Schnee, beendet.

Da in der russischen Sauna bis zu vier Gänge durchaus üblich sind, wird zwischen den Gängen gern ein Wodka oder Bier genossen und auch eine Kleinigkeit gegessen. Im nächsten Gang wird die Rolle der Partner getauscht, das heißt der Abgeschlagene wird nun zum Schläger.
Ein Rat zum Schluss: die russische Sauna besucht man am besten mit ein paar Freunden. Der Spaßfaktor erhöht den Erholungswert!







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